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Besuch Dalai Lama

Titelbild

Öffentliche Veranstaltungsreihe

Die Vorträge wurden teilweise aufgezeichnet und werden zusammen mit dem Vortrag des Dalai Lama auf dieser Website als Podcasts in Kürze öffentlich verfügbar sein.

Montag, 8. April 2013, 18.15 Uhr


Vortrag: «Die Dalai Lamas: Eine tibetische Wiedergeburtenlinie im Spannungsfeld von Religion und Politik»

Prof. Karénina Kollmar-Paulenz, Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern

Im Vortrag werden zum einen die religiösen und politischen Grundlagen der Institution der Dalai Lamas erläutert, zum anderen die wichtigsten Exponenten dieser im tibetischen Kulturraum wohl bedeutendsten Wiedergeburtslinie vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit gebührt dabei der Person des jetzigen 14. Dalai Lamas, Tenzin Gyatso.

Dienstag, 9. April 2013, 18.15 Uhr


Vortrag: «Bildliche Darstellungen der Dalai Lamas in Tibet und im Westen – Ikonographie, Bildaufbau und Techniken im Wandel der Zeit»

Dr. Martin Brauen, Ethnologe

Mittwoch, 10. April 2013, 18.15 Uhr


Vortrag: «Die Selbstverbrennungen der Tibeter und die buddhistische Ethik des Gewaltverzichts»

Prof. Jens Schlieter, Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern

Die Welle der Selbstverbrennungen in den ethnisch tibetischen Regionen Chinas als auch die Reaktionen auf diese innerhalb der tibetischen Exilgemeinschaft verursachen international Betroffenheit und Ratlosigkeit. Zugleich stellen sich zahlreiche Fragen, die im Vortrag diskutiert werden: Demonstrieren die Akte eine politisch motivierte Entschlossenheit, ein weithin sichtbares Zeichen für die politische Lage der Tibetergemeinschaft zu setzen?

Welche Bedeutung spielen die Vorbilder buddhistischer Selbstaufopferungen, die schon in klassischen Texten der Tradition zu finden sind? Und inwiefern geraten die Selbstverbrennungen in Konflikt mit dem buddhistischen Ideal der Gewaltlosigkeit, welches für viele auch den Suizid als gewaltsamen Tötungsakt ausschliesst?

Donnerstag, 11. April 2013, 18.15 Uhr


Kurzvorträge mit Buchpräsentation: «Die zweite Generation der Tibeter in der Schweiz: Identitätsaushandlungen und Formen buddhistischer Religiosität»

Dr. Marietta Kind Furger, Dr. Tina Lauer, Prof. Jens Schlieter, Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern

Die drei Kurzvorträge präsentieren die Forschungsergebnisse eines Projektes, welches sich der zweiten Generation tibetischer Migrantinnen und Migranten in der Schweiz widmete. Erforscht wurde ihr Bezug zur tibetischen Sprache, Herkunft und Kultur und insbesondere, welche Rolle für sie die Lehren und Praktiken des tibetischen Buddhismus spielen.

In welchen Lebenssituationen greifen junge Tibeter auf «Religion» zurück? Was verstehen sie heute unter «Buddhismus» und in welcher Form wird er gelebt? Welche Rolle spielen der Buddhismus und der Dalai Lama für Tibeter der zweiten Generation bezüglich ihrer Integration in der schweizerischen Aufnahmekultur? In welchem Verhältnis stehen religiöse zu nationalen, ethnischen, sprachlichen, politischen und beruflichen Orientierungen?

Und schliesslich: Verändert sich die individuelle Religiosität bei den Tibetern in der Schweiz angesichts des Generationenwechsels und der umgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, wie z.B. der religiösen Pluralisierung und Individualisierung?


Vortrag: «Mythos oder Realität? Vertraute oder Fremde? Ernsthafte Philosophie oder Kniefall vor dem Nichts? – Das Bild Tibets und des tibetischen Buddhismus in der Schweiz»

Eva Funk MA, Institut für Religionswissenschaft, Universität Bern

Der Beitrag beschäftigt sich mit der öffentlichen Wahrnehmung und Repräsentation Tibets und des tibetischen Buddhismus in der Schweiz. Welches Bild Tibets, seiner Kultur, Geschichte und politischen Situation wird öffentlich vermittelt und reflektiert?

Wie werden der tibetische Buddhismus, seine religiösen Experten und seine westlichen Anhänger und Sympathisanten wahrgenommen? Welche Ereignisse und Akteure prägen unser Bild der tibetischen Exilgemeinschaft und ihrer kulturellen und religiösen Traditionen? Ausgehend von einer Erörterung dieser Fragen wird abschliessend auf die gesellschaftliche Wahrnehmung kultureller und religiöser Differenz eingegangen.

Freitag, 12. April 2013, 18.15 Uhr


Vortrag: «Achtsamkeit messen: Geht das?»

Claudia Bergomi, Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Bern, Abteilung für Psychotherapie

Achtsamkeit und Achtsamkeitsmeditation werden zunehmend wissenschaftlich erforscht. Voraussetzung für jede wissenschaftliche Untersuchung ist es, den Forschungsgegenstand erfassen und messen zu können. Lässt sich Achtsamkeit zuverlässig messen? Wie? Die in der Psychologie am meisten verbreitete Methode sind Achtsamkeitsfragebogen, andere Methoden wurden aber ebenfalls vorgeschlagen. Der Vortrag geht auf Möglichkeiten und Probleme bei der Messung von Achtsamkeit ein.


Vortrag: «Meditation, Bewegung, Wahrnehmung: Wege zur kognitiven Gesundheit»

Prof. Fred Mast, Institut für Psychologie der Universität Bern

Kognitive Gesundheit ist in unserer Gesellschaft ein hochrelevantes Phänomen. Zunehmende Lebensdauer einerseits und gesteigerte Anforderungen in Beruf andererseits erfordern eine erhöhte kognitive Leistungsfähigkeit, zu deren Erreichung verschiedene Mittel eingesetzt werden können: 1) Kognitives Training (z.B. Gedächtnistraining, 2) Pharmakologische Interventionen (z.B. Ritalin), 3) Nichtinvasive Gehirnstimulation und 4) nicht-kognitive Faktoren wie Schlaf, Sport oder Meditation. Letztere bilden den Schwerpunkt dieses Vortrags.

Sonntag, 14. April 2013, 14.00 Uhr


Fussballmatch auf dem Kunstrasenfeld beim Neufeldstadion

Der Fussballclub «FC Tibet united», ein Club von Schweizer Exiltibetern, fordert Sportstudierende der Universität Bern zu einem Match heraus.

Anschliessend Filmvorführung von «The Cup» (Spiel der Götter - als Buddha den Fussball entdeckte), in der Unitobler, Längasstrasse 49a, 3012 Bern, im Hörsaal F 021.

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